Prostitution

In der Schweiz ist die Prostitution grundsätzlich erlaubt. Es ist wichtig, zwischen der legalen Sexarbeit und Zwangsprostitution zu unterscheiden.

Wichtig! Auswirkungen der "ausserordentlichen Lage" auf das Sexgewerbe

Der Bundesrat hat die ausserordentliche Lage bekannt gegeben. Diese sieht die Schliessung eines Grossteils der öffentlich zugänglichen Einrichtungen vor, darunter fallen auch Erotikbetriebe und Erotikdienstleistungen. (Art. 6c/e COVID-19-Verordnung 2)

Das bedeutet für die Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter sowie für die Betriebe eine grosse Herausforderung. Der Kanton Basel-Stadt ist darum bemüht, wo nötig Unterstützung zu bieten. In diesem Zusammenhang hat er ein Merkblatt für ausländische Personen ausgearbeitet, die als Sexarbeiterin oder Sexarbeiter in der Schweiz tätig sind. Das Merkblatt enthält Handlungsanweisungen. Alle die mit Sexarbeitenden in Kontakt sind, insbesondere Betreibende von Salons etc. werden deshalb gebeten, dieses Merkblatt an die Sexarbeitenden abzugeben und wo möglich zu erklären. Bei Fragen dürfen Sie sich gerne an uns wenden.

Das Merkblatt ist bis zum 19. April 2020 gültig. Die Gültigkeit kann verlängert und der Inhalt kann weiter den aktuellen Bestimmungen entsprechend angepasst werden.

Das Merkblatt können Sie hier herunterladen:

Merkblatt-fuer-sexuelle-Dienstleistungserbringende-bezueglich-Covid_19.pdf

Die Merkblätter wurden auf Ungarisch, Polnisch und Spanisch übersetzt und können hier aufgerufen werden:

Merkblatt-fuer-sexuelle-Dienstleistungserbringende-bezueglich-Covid_19_Ungarisch.pdf

Merkblatt-fuer-sexuelle-Dienstleistungserbringende-bezueglich-Covid_19_Polnisch.pdf

Merkblatt-fuer-sexuelle-Dienstleistungserbringende-bezueglich-Covid_19_Spanisch.pdf

Die Beratungsstelle für Frauen im Sexgewerbe, Aliena, hat die Öffnungszeiten angepasst und ist von Montag bis Freitag zwischen 10:00 Uhr und 12:00 Uhr für Sie da. Bitte beachten Sie aber, dass nur eine kleine Anzahl Personen sich in den Räumlichkeiten von Aliena aufhalten darf.

Wir danken allen herzlich für eine gute Zusammenarbeit und wünschen gute Gesundheit!

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Das Schweizerische Strafgesetzbuch (SR 311.0) bestimmt in Art. 199 StGB, dass die Kantone zur Regulierung der Prostitution Vorschriften erlassen können. Die Kantone dürfen die Ausübung der Prostitution regulieren, jedoch dürfen sie die Prostitution nicht grundsätzlch verbieten.

Ebenso sind im Schweizerischen Strafgesetzbuch die Strafbestimmungen gegen Sexualdelikte oder gegen Delikte gegen die Freiheit festgehalten.

Schweizer Strafgesetzbuch, SR 311.0

 

Im Kanton Basel-Stadt spielt sich der Grossteil der Prostitution in Sexsalons (Saunas, Clubs, Bordellen etc.) ab.

Eine andere Form der Prostitution ist die so genannte Strassenprostitution. Der Kanton Basel-Stadt hat in einer Verordnung definiert, wo Sexarbeiterinnen in der Öffentlichkeit potentielle Freier/Kunden ansprechen dürfen. Dies darf in Basel-Stadt nur in den so genannten Toleranzzonen für Strassenprostitution passieren. Hier dürfen Sexarbeiter/innen Kunden und Kundinnen anwerben.

Ausserhalb dieser definierten Zonen ist es den Sexarbeitenden verboten, Personen für ihre sexuelle Dienstleistung anzusprechen. Dies wird sogar gebüsst.

In Basel-Stadt sind Strafbestimmungen betreffend Prostitution in den Paragraphen 38 und 38a des kantonalen Übertretungsstrafgesetzes (SG. 253.100) zu finden.

Übertretungsstrafgesetz Basel-Stadt, SG 253.100

Auch wenn Sexarbeiterinnen ihre Freier auf der Strasse ansprechen, so findet die eigentliche sexuelle Dienstleistung in Salons, Bordellen, Sexbetrieben oder Privatwohnungen etc. statt.

 

 

 

 

 

 

 

 

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