Menschenhandel

Menschenhandel ist ein weltweites Phänomen und kommt auch in der Schweiz vor . Diese Kriminalität tritt in den Erscheinungsformen der Zwangsprostitution, der Arbeitsausbeutung und des Organhandels auf.

Menschenhandel

Strafverfahren wegen Menschenhandels und Förderung der Prostitution sind komplex, personal- sowie zeitintensiv: Angesichts der geringen Aussage- und Kooperationsbereitschaft der Opfer gestaltet sich die Beweisführung äusserst schwierig. Zudem müssen internationale und interkantonale
Rechtshilfeverfahren angestrengt werden, damit in den national und transnational agierenden Strukturen und Netzwerken ermittelt werden kann. Kann dennoch Anklage erhoben werden, sind die Opfer häufig nicht bereit, im Strafverfahren anwesend zu sein, womit die von Strafprozessordnung geforderte Konfrontation mit den Beschuldigten nicht durchgeführt werden kann.


Der Regierungsrat Basel-Stadt hat am 30. April 2019 zum zweiten Mal Schwerpunkte in der Kriminalitätsbekämpfung inklusive Strafverfolgung festgelegt. In den Jahren 2019 bis 2021 sollen Gewaltstraftaten, Einbruchdiebstahl und Menschenhandel verstärkt bekämpft werden.

Beschluss des Regierungsrats Basel-Stadt vom 30. April 2019.

 

Die Strafbestimmung über den Menschenhandel ist im Artikel 182 des Schweizerischen Strafgesetzbuches zu finden. Schweizerisches Strafgesetzbuch, SR 311.0

In zahlreichen weiteren nationalen Gesetzen und internationalen Abkommen hat sich die Schweiz verpflichtet, den Menschenhandel zu bekämpfen, die Opfer zu schützen und die Täter zu bestrafen.

Mehr Informationen zum Thema Menschenhandel finden Sie auch auf der Homepage der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren. KKJPD, Menschenhandel

 

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Nationale Meldestelle

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