Pilotprojekt der Kantonsverwaltung Basel-Stadt: Justiz- und Sicherheitsdepartement erfasst den eigenen Klimafussabdruck

Die Studie «Der Fussabdruck des JSD – ganz konkret» liefert erstmals Zahlen zum Ausstoss von Treibhausgasen eines Departements der Basler Kantonsverwaltung und nennt mögliche Verbesserungsmassnahmen. Sie dient als Pilotprojekt für weitere Departemente auf dem Weg zur klimaneutralen Verwaltung Basel-Stadt.

Der Regierungsrat hat die Studie «Der Fussabdruck des JSD – ganz konkret» zur Kenntnis genommen. Insgesamt verursacht das Justiz- und Sicherheitsdepartements (JSD) gemäss vorliegender Studie Treibhausgasemissionen von rund fünf Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten (CO2e), was bei 1700 Vollzeit-Stellenäquivalenten drei Tonnen CO2e pro Mitarbeiter und Jahr entspricht. Augenfällig ist der grosse Anteil der Mobilität: Diese leistet mit knapp 63 Prozent den eindeutig grössten Beitrag zum Klimafussabdruck, wobei der Geschäftsverkehr und der Pendlerverkehr der Mitarbeiter in etwa gleich viel ausmachen. Weitere Verursacher der Emissionen sind die Infrastruktur mit rund 17 Prozent Anteil am Klimafussabdruck sowie die Bereiche Güter und Energie, die jeweils rund neun Prozent ausmachen.

Mit der Studie wurden erste Grundlagen zur Reduktion des Klimafussabdrucks des JSD geschaffen. Als grössten Hebel zur Reduktion identifiziert die Studie den Bereich des Geschäfts- und Pendlerverkehrs. Die Studie empfiehlt unter anderem, die vom JSD eingeschlagene Strategie der Elektrifizierung des Fuhrparks weiter voranzutreiben. Welche der vorgeschlagenen zusätzlichen Massnahmen aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse näher geprüft und sodann umgesetzt werden sollen, ist in einem nächsten Schritt zu entscheiden.

Für die Umsetzung des Pilotprojekts wurde ein externes Büro beigezogen, das auf Umwelt- und Kostenscreening spezialisiert ist. Das Amt für Umwelt und Energie (AUE) hat das Projekt fachlich begleitet und sich an den Projektkosten von gesamthaft rund 60ʹ000 Franken mit einem Drittel beteiligt. Die Methodik der Studie soll dank einem standardisierten Vorgehen auch auf andere Departemente übertragen werden können.

 

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